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19.12.

 

Den ersten Tag verbringe ich in Kigali und besorge mir Geld. 5x abgehoben und 2x spuckt der Automat was aus. Außerdem brauche ich Sprit für den Benzinkocher, einige Lebensmittel für die ersten Tage habe ich vorsichtshalber von zuhause mitgenommen... man weiß ja nie.

 

Dann die kleine Überaschung, der Supermarkt in Kigali:

 

 

 

 


Der Staßenverkehr läuft sehr gesittet, die Ampeln zeigen Wartezeiten an. Es ist aber kein einziger Radfahrer zu sehen, denn, man staune, in der Haupstadt ist Fahrradverbot!
Super, dann gelten die Ampeln ja gar nicht für mich!

 

 

 

 


Es sind sogar Singelspeed (ohne Gangschaltung) Räder im ganzen Land verboten. Hmm, was soll man davon halten... ? Ebenso wurden die Strohdächer abgeschaft. Soll die Wirtschaft angekurbelt werden? Es sieht sehr ehrgeizig aus. Das Peisniveau liegt weit über dem der Nachbarländer, hierfür sind aber die ausländischen Organisationen und Firmen schuld, die ganz gerne mit Geld um sich prassen.
Nach dem Genozid vor 17 Jahren, als die ganze Welt auf das kleine Land im Zentrum Afrikas blickte - oder ehrlicher gesagt wegschaute - wird hier jetzt sauber gemacht wo es nur geht. Plastiktütenverbot und alles ist picobello aufgeräumt. Sämtliche wichtigen Straßen sind geteert. Und jeder letzte Samstag im Monat ist großer Aufräumtag (Umuganda Day) im Land, dadurch sollen sich die unterschiedlichen Schichten ("Stämme") im Land mit ihren Belangen besser kennenlernen, für ein gemeinsames zukunftsstarkes Ruanda. Es ist eines der saubersten Länder Afrikas und die Sicherheitslage gilt als sehr gut.
Avenue de Commerce in Kigali:

 

 

 

 

20.12.

 

Teilweise fahre ich mit 60 Sachen den Berg hinunter, die Straßen sind in einem wirklich gutem Zustand, aber dann fahre ich wieder mit 4 kmh den steilen Berg rauf. 30kg Gepäck am Rad, da laufen mal ganz schnell 6 Liter Wasser am Tag in mich rein. Die Temperatur ist dennoch sehr angenehm, denn meistens bewege ich mich um die 1500HM.
Kinderhorden begleiten mich die steilen Berge hoch, manchmal werde ich sogar geschoben.

 

 

 

 

Sie laufen unaufhörlich neben mir her, teilweise fünf - zehn - zwanzig Kinder und von überall her tönen "Musungo" Rufe. Ich glaube das heißt so viel wie "Will er eine Banane!"

 

 

 

 


Irgenwann hört man nur noch dieses eine Wort, überall und immer, immer und immer wieder, im Sekundentakt, egal ob aus der Nähe, wenn Erwachsene sich unterhalten oder von Kindern die sich über weite Distanzen "Musungu" zurufen.

 

 

 

 

Oder Kinder laufen weg- Eine Erziehungsmetode in Uganda heist: Wenn du nicht brav bist holt dich der Musungu.

 


 

 

... Meine Route habe ich mit Gpsies und OSM geplant und obwohl ich davon sehr begeistert bin gibt es immer wieder Überraschungen.

 

 

21.12

 

Denn als "Es" heute mit mir in eine kleine Straße rechts abbiegen will, ist da ein geöffnetes Eisentor mit vielen Leuten. Ich fragte ob ich hier durchfahren könne und wurde ausgelacht: "You want to visit the prison?".

 

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